Startseite » Kompostieren leicht gemacht: So stellen Sie nährstoffreichen Kompost her

Kompost kennen Sie alle kleinen Geheimnisse des richtigen Kompostierens? Es handelt sich um einen natürlichen Zersetzungsprozess organischer Materialien, mit dem ein ökologischer Dünger mit hohem Humusanteil hergestellt wird.

Die Kompostierung verläuft schrittweise und unter kontrollierten Bedingungen. Eine wichtige Rolle spielen Mikroorganismen, die organische Abfälle biologisch in einfachere Bestandteile zerlegen, die anschließend in Humus umgewandelt werden.

Warum ist Kompostieren sinnvoll?

Kompostieren ist ein natürlicher Recyclingprozess von organischen bzw. „Bioabfällen“, bei dem gleichzeitig eines der umweltfreundlichsten Düngemittel entsteht – Kompost. Für viele ist Kompost nur ein Haufen Erde, für Gärtner jedoch ein wertvoller Schatz, der im Laufe der Saison für gesunde Pflanzen und reiche Ernten sorgt.

Eigenschaften von Kompost

Reifer Kompost gehört zu den besten natürlichen Düngern. Er besteht zu 70–80 % aus organischer Substanz und ist reich an wichtigen Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Kalzium.

Zusätzlich enthält er Humusstoffe, die:

  • die Bodenstruktur verbessern
  • Feuchtigkeit speichern
  • Nährstoffe besser verfügbar machen
  • die mikrobielle Aktivität im Boden fördern

Verwendung von Kompost

Vor der Anwendung sollte der Kompost gesiebt werden, um grobe, nicht zersetzte Bestandteile (z. B. Nussschalen) zu entfernen. Diese können wieder auf den Komposthaufen zurückgeführt werden.

Gröbere Materialien können auch als Mulch verwendet werden:

  • schützen den Boden vor Austrocknung
  • verbessern die Bodenstruktur
  • setzen die Zersetzung im Garten fort

Da Kompost weniger konzentrierte Nährstoffe enthält als gekaufte Dünger, wird er in größeren Mengen verwendet:

  • 2–5 Liter pro m² im Hausgarten
  • direkt vor der Aussaat oder Pflanzung ausbringen
  • auch in Pflanzlöcher geben
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Komposttee

Kompost kann auch in flüssiger Form verwendet werden. Dazu wird er mit Wasser im Verhältnis 1 : 6 vermischt, gut umgerührt und anschließend abgeseiht. Die so entstandene Flüssigkeit eignet sich hervorragend zum Gießen und versorgt Pflanzen auf sanfte Weise mit Nährstoffen. Gleichzeitig unterstützt sie die mikrobiologische Aktivität im Boden.

Kompost vorbereiten – worauf achten?

Für erfolgreiches Kompostieren spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Neben dem richtigen Standort ist auch die Wahl des Komposters sowie die Zusammensetzung der Materialien entscheidend. Ebenso wichtig ist es, auf ein ausgewogenes Verhältnis von Feuchtigkeit, Luft und Temperatur zu achten.

Der ideale Standort

Da die meisten Materialien direkt aus dem Garten oder Haushalt stammen und der fertige Kompost wieder dort verwendet wird, ist ein Standort in der Nähe besonders praktisch. Ideal ist ein halbschattiger Platz mit lockerem, gut durchlässigem Boden. Zu viel Sonne kann den Kompost austrocknen, während zu viel Feuchtigkeit unangenehme Gerüche verursachen kann. Ein gewisser Abstand zu Zäunen oder Mauern sorgt zudem für bessere Luftzirkulation.

Komposter – Auswahl

Für kleinere Gärten sind Komposter besonders praktisch. Modelle aus Holz bieten eine gute Isolierung, während Kunststoffvarianten leichter zu handhaben sind. Wer es nachhaltig mag, kann sich seinen Komposter auch einfach selbst bauen, zum Beispiel aus alten Holzpaletten oder einem ausgedienten Fass.

Dreikammer-Komposter

Wer den Prozess optimieren möchte, kann ein System mit drei Kammern nutzen. Dabei wird frisches Material zunächst gesammelt, anschließend umgesetzt und schließlich in einer dritten Kammer vollständig zu Kompost verarbeitet. So entsteht kontinuierlich neuer, reifer Kompost.

Dreikammer-Komposter

Schutz des Komposts

Je nach Wetterlage sollte der Kompost vor starkem Regen, intensiver Sonne oder Kälte geschützt werden. Dafür eignen sich einfache Materialien wie Stroh, Karton oder Folien, die den Zersetzungsprozess stabil halten.

Beginn der Kompostierung

Die besten Zeitpunkte für den Start sind das Frühjahr oder der Herbst. Zu Beginn wird eine lockere Grundlage aus Stroh oder ähnlichem Material gelegt, bevor die ersten organischen Abfälle darauf geschichtet werden.

Schichten richtig aufbauen

Ein gut aufgebauter Komposthaufen beginnt mit grobem Material wie Ästen, das für Luftzirkulation sorgt. Darauf folgen feinere Materialien sowie Küchen- und Gartenabfälle. Zwischendurch wird immer wieder etwas Erde oder alter Kompost hinzugefügt, um die Mikroorganismen zu unterstützen. Mit der Zeit setzt sich der Haufen zusammen und verwandelt sich langsam in nährstoffreiche Erde.

Bedingungen für die Kompostierung

Damit Kompost richtig funktioniert, braucht er vor allem Luft, Feuchtigkeit und Wärme. Entscheidend ist auch das richtige Verhältnis zwischen kohlenstoffreichen und stickstoffreichen Materialien. Während frische Pflanzenreste viel Stickstoff enthalten, liefern trockene Materialien wie Laub oder Stroh den nötigen Kohlenstoff.

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Was gehört auf den Kompost?

Geeignet sind vor allem organische Küchen- und Gartenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Rasenschnitt, Laub oder kleine Zweige. Auch Kaffeesatz und Eierschalen können problemlos kompostiert werden.

Was gehört nicht auf den Kompost?

Nicht geeignet sind gekochte Speisereste, Fleisch, Fisch oder fetthaltige Abfälle. Ebenso sollten behandelte Materialien, Kunststoffe oder kranke Pflanzen vermieden werden, da sie den Kompostprozess stören oder Krankheiten verbreiten können.

Die Natur kennt keinen Abfall. Kompost ist echtes Gold für Ihren Garten. Wer organische Materialien richtig nutzt, schafft die Grundlage für gesunde Pflanzen und lebendige Böden.

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